Arbeit als Team
Was wird erarbeitet
Heranführung an das Themenfeld Nachhaltigkeit
Der Einfluss der Bienen auf das Ökosystem
Der Ausspruch „fleißiges Bienchen“ kommt nicht von ungefähr: Bienen sind klein, aber sie haben einen großen Einfluss auf das Ökosystem. Gerade deshalb kann das Bienensterben zu fatalen Folgen für Mensch und Umwelt führen. Denn Bienen erzeugen nicht nur leckeren Honig, sie bestäuben auch rund 80 Prozent der Pflanzen und sichern damit das Überleben von Bäumen, Blumen und Gräsern und damit unserem Essen. Bienenprodukte sind u.a. Äpfel, Erdbeeren, Mandeln und Tomaten. Die Biene ist damit das drittwichtigste Nutztier des Menschen und sorgt für eine volkswirtschaftliche Leistung von jährlich 2 Mrd. Euro. Zudem sagen Forscher: Würde es keine Bienen mehr geben, wären wir Menschen nach 4 Jahren ausgestorben.
Heranführung an das Themenfeld Ökologie
Der ökologische Nutzen der Bienen
Bienen gehören zu den wertvollsten Tieren des Planenten. Sie sind für 80% der Nutz- und Wildpflanzen die Bestäuber. Überall auf der Welt, wo Bienen leben, gibt es auch Imker, die mit den Tieren arbeiten.
Neben der ökologischen Bedeutung haben die Bienen aber selbstverständlich auch eine hohe wirtschaftliche Bedeutung. So trägt die Bestäubungsleistung der Bienen in hohem Maße zur Biodiversität bei. Und die Biene ist ein enorm wichtiger Umweltindikator.
Heute ist die Honigbiene bei uns nach Rind und Schwein das drittwichtigste Nutztier. Ihre Bestäubungsleistung sichert uns die Vielfalt an Nahrungsmitteln, wie wir sie kennen und genießen. Die Honigbiene ist also hauptverantwortlich für gute Ernten und ökologische Artenvielfalt.
Heranführen an das Themenfeld Soziales
Verhaltensmerkmale und Sozialformen der Bienen
Eine Königin ist ohne die Anwesenheit des Volkes nicht überlebensfähig. Diese ist auf die Eiablage spezialisiert, sodass sie ohne Zutun ihres Volkes verhungern würde.
Die hohe Arbeitsteilung lässt sich besonders bei Honigbienen beobachten, da diese das Überleben des Staates als höchste Priorität ansehen. Wenn der Staat durch einen Stich verteidigt wird, ist der sichere Tod für die Biene vorprogrammiert. Das einzelne Leben wird für das Überleben des Kollektivs geopfert.
Am besten lässt sich diese komplexe Organisationsstruktur mit dem menschlichen Körper vergleichen. Jede Biene, kann sinnbildlich für eine Körperzelle stehen, die ihre Funktion im Superorganismus einnimmt. Stirbt eine Biene ab, kann der Organismus weiter bestehen. Stirbt eine Großzahl an Bienen, können bestimmte Aufgaben nicht mehr oder nur eingeschränkt ausgeführt werden und der Fortbestand des Volkes ist gefährdet. Der hohe Grad der Spezialisierung einzelner Honigbienen ruft den Begriff von Bienenberufen auf. Innerhalb eines Honigbienenvolks gibt es zahlreich geschaffene Bienenberufe. Dazu gehören zum Beispiel: Ammen (Brutpflege), Wasserträger, Wächter, Reinigungsbienen, Hofstaat um die Bienenkönigin, usw. Honigbienen durchlaufen im Laufe ihres Lebens mehrere Stationen.
Konkrete Ergebnisorientierung durch Honiggewinnung
Wir arbeiten stets an verschiedenen Projekten – meistens, um für unsere Kunden das Beste zu erreichen. Von Zeit zu Zeit experimentieren wir jedoch auch an völlig neuen Konzepten und Ideen.
Wieviel Honig trägt ein Volk ein?
Der Honigertrag wird auf etwa 30 Kilogramm pro Volk beziffert. Das ist der langjährige Durchschnitt, kann aber stark schwanken. Dies ist bedingt durch verschiedene Einflüsse:
- Gutes Wetter: Das Wetter bestimmt wesentlich, wie viel Honig es gibt. Ist es beispielsweise während der Obstblüte zu kalt, fliegen die Bienen nicht. Werden Robinien oder Edelkastanienblüten verhagelt, spenden sie kaum noch Nektar. Zudem sollten die Pflanzen immer genug Wasser haben, Regen ist deshalb auch wichtig. Raps oder die Linden produzieren keinen Nektar, wenn es zu trocken ist.
- Genügend Trachtquellen: Die Bienen brauchen Pflanzen, die ihnen über das ganze Jahr hinweg Nektar spenden. Wer mehr Honig ernten will, kann mit seinen Bienen auch Massentrachten anwandern, die recht sicher Honig bringen.
- Starke Bienenvölker: Starke Völker bringen mehr Honig als schwache – logisch. Wer viel Frühtracht ernten will, sollte darauf achten, dass die Völker bereits im Frühjahr stark sind. Dann sollte man sie für Spättrachten stark halten und nicht zu stark schröpfen. Das heißt, diesen Völkern sollten für die Vermehrung nicht zu viele Bienen entnommen werden.
- Handeln des Imkers: Auch der Imker kann mit seiner Betriebsweise dafür sorgen, dass er mehr Honig ernten kann. Beispielsweise, indem er die Bienen nicht schwärmen lässt, denn: Abgeschwärmte Völker produzieren weniger Honig. Mit einem angepassten Brutraum kann man die Bienen außerdem dazu bringen, den Honig gleich im Honig- und nicht im Brutraum einzulagern. Zudem sollte man den Bienen immer genügend Leerzargen anbieten, wenn es honigt. Sonst haben sie keinen Platz, den Honig zu lagern.
Die Honigmenge kann also je nach Jahr und Region stark schwanken. Als Beispiel: Im Jahr 2019 schleuderten manche Imker in Baden-Württemberg gar keinen Honig, da der Mai kalt und verregnet war und es anschließend nicht mehr honigte. In anderen Regionen spendeten Robinien und Linden hingegen so viel Nektar, dass Imker über 100 Kilogramm pro Volk ernteten.